BürgerInfo StörfallV

Termin der letzten Vor-Ort-Begehung durch die Überwachungsbehörde nach §16 Abs 3 StörfallV: 05.12.2016.

Informationen zum Katastrophenschutz der Stadt Mannheim.

Informationen der Öffentlichkeit nach StörfallV

Die Durferrit Deutschland GmbH lagert und mischt im Werk Mannheim Produkte für die Wärmebehandlung von Metallen sowie Vulkanisier- und Wärmeträgersalze für die chemische Industrie.

Verwendungszweck unserer Produkte

  • Wärmebehandlung von Metallen

Durch eine gezielte Wärmebehandlung von Bauteilen aus Stahl, Gusseisen oder Nichteisenmetallen können technologische Eigenschaften wie z.B. Härte, Verschleißfestigkeit oder Korrosionsbeständigkeit gezielt verbessert und ihre Lebensdauer entscheidend verbessert werden.

  • Wärmeübertragungssalze

Chemische Prozesse laufen sehr oft in genau definierten und häufig sehr engen Temperaturbereichen ab. Salzschmelzen dienen in entsprechenden Anlagen als Wärmeübertragungsmittel zum Heizen, zum Kühlen oder zum Aufrechterhalten einer gleichbleibenden Temperatur.

  • Vulkanisation

In Salzschmelzen können bei Temperaturen von etwa 220°C Gummiprofile für Anwendungen z. B. in Kraftfahrzeugen oder Haushaltsmaschinen vulkanisiert werden.

Tätigkeiten im Betriebsbereich, Produktionsanlagen

Die Verkaufsprodukte werden durch druckloses Mischen oder Mischen und anschließendes Verpressen von festen Rohstoffkomponenten hergestellt. Eine Stoffumwandlung in Form chemischer Umsetzungen erfolgt dabei nicht.

Aufgrund von Lagermenge und Gefährlichkeitsmerkmalen der Ausgangsstoffe und Fertigprodukte unterliegt das Werk der Störfallverordnung (12. BImSchV), obere Klasse. Die Anzeige nach §7 Abs. 1 und der Sicherheitsbericht nach §9 Abs. 1 wurden dem Regierungspräsidium Karlsruhe als zuständiger Behörde vorgelegt.

Sicherheitskonzept

Beim Betrieb der Läger und Produktionseinrichtungen werden alle gesetzlichen Anforderungen erfüllt und arbeitsrechtlichen Vorschriften und Empfehlungen sowie die von den Aufsichtsbehörden verfügten Auflagen strikt befolgt. Entsprechende Unterlagen liegen den zuständigen Behörden, der Stadt Mannheim bzw. dem Regierungspräsidium Karlsruhe vor.

Das Sicherheitskonzept basiert auf ausgebildeten und qualifizierten Mitarbeitern sowie technisch aufwändigen Produktionseinrichtungen, Überwachungs- und Sicherheitssystemen. Durch konsequente anlagenspezifische Schulungen, Sicherheitsbelehrungen und durch den täglichen Umgang mit Gefahrstoffen haben die Mitarbeiter ein ausgeprägtes Sicherheitsbewusstsein entwickelt. Dies spiegelt sich beispielsweise in der geringen Zahl der Arbeitsunfälle wider, die schon seit vielen Jahren deutlich unter den Zahlen der Deutschen Chemischen Industrie liegen. Es ist unser Ziel, dieses gute Ergebnis stetig zu verbessern.

Mögliche Gefahren und Schutzmaßnahmen

Neben einer Vielzahl von ungefährlichen Stoffen verarbeitet und lagert die Durferrit Deutschland GmbH 1.400-1.800to Rohstoffe und Produkte mit folgenden Gefährlichkeitsmerkmalen

 

Mögliche Gefahren und Schutzmaßnahmen

In den Anlagen wird unter strengen Sicherheitsvorkehrungen gearbeitet. Inner- und außerhalb des Werksgeländes werden die Gefahrgüter ausnahmslos in bauartgeprüften Verpackungen transportiert. In den Produktionsanlagen befinden sie sich stets in einem geschlossenen System. Sowohl Rohstoffe als auch Fertigprodukte liegen als Feststoffe vor. Dadurch ist bei einer Leckage, z. B. durch Beschädigung eines Gebindes während des innerbetrieblichen Transportes, nur eine sehr begrenzte Freisetzung von Stoffen möglich.

Eine Brandmeldeanlage mit automatischen Meldern ist in allen Betriebsbereichen installiert und alarmiert über einen Hauptmelder im Ernstfall direkt die Berufsfeuerwehr Mannheim.

Sollten trotz aller Sicherheitsmaßnahmen bei einem Umgebungsbrand dennoch Gefahrstoffe in das Brandgeschehen einbezogen sein, so können geringe Anteile an giftigen Stoffen (nitrose Gase, Blausäure, Ammoniak) in den Brandgasen nicht ganz ausgeschlossen werden. Eine nach DIN-Vorschriften installierte Rauch- und Wärmeabzugsanlage kann im Brandfall manuell geschlossen werden. Auswirkungen eines Brandes auf die öffentliche Kanalisation und die Umwelt durch Löschwasser sind aufgrund ausreichend dimensionierter Rückhaltesysteme nicht zu erwarten.

Die Durferrit Deutschland GmbH hat die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen getroffen, um einen Störfall zu verhindern. Sie sind im Sicherheitsbericht schriftlich festgehalten und den zuständigen Behörden bekannt. Verpflichtungsgemäß wurden – auch in Zusammenarbeit mit Notfall- und Rettungsdiensten – geeignete Maßnahmen zur Bekämpfung von Störfällen und zur größtmöglichen Begrenzung der Auswirkungen von Störfällen getroffen.

Der Gefahrenabwehrplan nach § 8a Landeskatastrophenschutzgesetz ist mit den zuständigen Behörden abgestimmt und ständig aktualisiert. Er enthält u.a. Angaben, Regelungen und Maßnahmen für die Zusammenarbeit mit den für die allgemeine Gefahrenabwehr und den Katastrophenschutz zuständigen Behörden sowie für den Einsatz öffentlicher Einsatzkräfte auf dem Werksgelände und dessen Umgebung.

Verhalten bei einem Störfall:

Anwohner werden aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Den Anordnungen von Notfall- und Rettungsdiensten ist Folge zu leisten.

Ihre Ansprechpartner für weitere Informationen:
Durferrit Deutschland GmbH
Dr. Matthias Kremer
Industriestrasse 3
68169 Mannheim
Telefon (0621) 32224-700
E-Mail: This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

Störfallbeauftrager:
Dr. Andreas Wiel
ECONOVA Ingenieure + Berater GmbH
Mallaustrasse 99
68219 Mannheim
Telefon (0621) 87683-42

Regierungspräsidium Karlsruhe
Abteilung V
Schlossplatz 1-3
76131 Karlsruhe
Telefon (0721) 926-0

Internet : http://www.hefdurferrit.de

Hier finden Sie weitere Firmeninformationen und das Datum
der letzten Vor-Ort-Begehung durch die Überwachungsbehörde

2017-06-01-Durferrit-Deutschland-Störfall-Broschüre.pdf.